Soll privates Immobilieneigentum verkauft oder vermietet werden, stehen Verkäufer und Vermieter nicht selten vor der Frage, welcher Vermarktungsweg für ihr Immobilienangebot gewählt werden soll und voraussichtlich der beste ist.
Während sich der eine Teil für die Vermittlung durch einen Immobilienmakler entscheidet, entschieden sich nach Schätzungen von Immobilien Experten 2008 ca. 50% aller privaten Verkäufer und Vermieter für die Selbstvermarktung ihres Immobilienangebotes.
Ob und in wieweit die derzeitige wirtschaftliche Situation in Deutschland Einfluss auf das Verhalten von privaten Immobilien Käufern und Verkäufern bei der Entscheidung für oder gegen ein Maklerbeauftragung haben wird und ob es daurch 2009 zu einer signifikanten Verschiebung der Marktanteile privater und maklergeführter Angebote kommen wird, soll die aktuelle Umfrage vom ImmoObserver zeigen.
Immobilienmakler warnen naturgemäß immer wieder vor Selbstvermarktungsversuchen beim Immobilienangebot. Dies allerdings nicht immer mit dem gewünschten Erfolg, denn die Argumentationskette pro Maklerbeauftragung ist nicht selten dünn und die Vermittlungsquote – der prozentuale Anteil der tatsächlich vermittelten Angebote – ebenso allzu häufig unbefriedigend wie der Faktor Zeit. Dies spiegeln Studien und Umfragen aus 2008 wider. Hinzu kommt, dass Immobilienmakler sich selbstverständlich für ihre Arbeit, ihr Fachwissen im Erfolgsfall entlohnen lassen, was insbesondere bei dem Verkauf von Immobilien den Erlös schmälert oder das Angebot für den Käufer verteuert.
Auf der anderen Seite sollten private Selbstvermarkter von Immobilien die Warnungen der Maklerschaft nicht so einfach in den Wind schlagen, denn erfahrungsgemäß birgt jedes Immobilienangebot Risiken in sich – privat wie gewerbliche. Vordergründig wurden bei der Selbstvermarktung von Immobilien in der Vergangenheit mangelnde Vorbereitung, zu geringer persönlicher Einsatz, fehlende Marktkenntnis, zu große Unbekümmertheit, Fehler im Angebot (Werbung), der Durchführung sowie der Abwicklung als Hemmnisse festgestellt.
Die Gefahren für private Verkäufer und Vermieter mögen auf den ersten Blick vielfältig erscheinen, sind aber mit ein wenig Engagement für nahezu jeden zu bewältigen, behauptet Stephan Probst, Experte für die Vermarktung von Bestandsimmobilien und Autor verschiedener Bücher und Ratgeber für die Immobilienvermarktung.
Sein aktueller Ratgeber Immobilien von/an privat – Wissen, Hilfen und Anleitungen für den Verkauf und die Vermietung von privatem Wohnraum setzt dort an, wo nicht selten bereits das meiste Geld für Verkäufer und Vermieter verloren geht, bei der Vorbereitung und endet mit Hinweisen zur Vertragsgestaltung. Ein in 10 Bausteine unterteilter chronologischer Ablaufplan soll Verkäufern und Vermietern helfen Fehler in der Abwicklung zu vermeiden und nichts zu vergessen. Der Praxisteil enthält zudem Anleitungen und Muster zur Exposé- und Anzeigengestaltung.
Immobilien von/an privat Wissen, Hilfen und Anleitungen für den Verkauf und die Vermietung von privatem Wohnraum | Stephan Probst | ISBN 978-3000246258

